Schulzentrum Stockbrünnele Böblingen – zukunftsweisender Holz-Hybridbau

Das zukunftsweisende Schulbauprojekt der Stadt Böblingen begleiten wir von Beginn an mit großem Engagement. Im neuen Schulzentrum Stockbrünnele sind die Theodor-Heuss-Werkrealschule und die Friedrich-Schiller-Realschule unter einem Dach vereint – in einem kompakten, modernen Gebäudekomplex.

Das fünfgeschossige Gebäude wurde als Hybridbau realisiert und schafft optimale Voraussetzungen für zeitgemäße pädagogische Konzepte. Zwei L-förmige Baukörper fassen einen zentralen Innenhof ein, der gemeinsam mit der angrenzenden Mensa einen offenen, kommunikativen Begegnungsraum bildet. In den Obergeschossen bieten großzügige Lernlandschaften ein flexibel nutzbares und zukunftsorientiertes Lernumfeld.

Holzbau-Gremium eingerichtet

Die besondere Komplexität des Holz-Hybrid-Baus wurde frühzeitig in einer eigens eingerichteten „Holzbau-Runde“ behandelt. Dieses Gremium – bestehend aus Vertretern der Stadt Böblingen, des Landkreises sowie den beteiligten Fachplanenden – klärte technische und genehmigungsrelevante Machbarkeiten und bereitete den Bauantrag umfassend vor.

Als Sonderbau der Gebäudeklasse 5 umfasst das Schulzentrum pro Obergeschoss sechs Nutzungseinheiten mit jeweils rund 400 m². Wir begleiteten das Projekt in allen brandschutztechnischen Belangen. Während Sockel- und Erdgeschoss sowie die aussteifenden Treppenräume und die Brandwand in mineralischer Bauweise ausgeführt wurden, entstand der übrige Gebäudeteil in Massivholzbauweise.

Der Baukörper ist in zwei Brandabschnitte gegliedert. Das Tragwerk wurde als feuerbeständige Skelettkonstruktion mit tragenden Außenwänden ausgebildet. Die Treppenraumkerne sind in den Verlauf der Brandwand integriert. Die Fluchtwege werden über die Treppenräume sowie über direkte Ausgänge ins Freie sichergestellt. Die entwickelten pragmatischen und zielgerichteten Brandschutzlösungen erfüllen die Anforderungen der Landesbauordnung.

Das Projekt zeichnet sich insbesondere durch die frühzeitige, konstruktive Abstimmung aller Beteiligten aus. Die offene Haltung der Brandschutzdienststelle gegenüber dem Holzbau, die früh geklärte technische Machbarkeit sowie das gemeinsame Ziel aller Projektpartner – der konsequente Einsatz von Holz – trugen maßgeblich zum Projekterfolg bei.

Fotos: Daniel Vieser

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